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Mina - Kulturmagazin - Im Gespräch Listen Here!

Am 25. Februar 2011 gab es die erste Listen Here! Wie kam es dazu? Rob Fährmann: Wir hatten uns ja vorher schon oft getroffen. Das war in den Neunzi­ gern. Wir saßen den ganzen Abend zusam­ men und haben uns gegenseitig Musik vor­ gespielt. Daniel Schmitt: Genau, da haben wir unsere persönlichen Highlights aus den Tiefen der Plattenkiste rausgekramt. Rob Fährmann: Stefan hatte damals schon dieIdee,wasinseinemWeinladenzumachen. Stefan Klute: Ja, es gab zu der Zeit auch schon einzelne Partys im Laden. Was hat es mit dem Namen Listen Here! auf sich? DanielSchmitt:IchhattevorherschonAben­ de in der Viertelbar unter dem Label Listen Here! gemacht. Immer mit einem Gast­DJ. Mir war es dabei wichtig, stilistisch offen zu bleiben. Der Bezug zu dem gleichnami­ gen Jazzsong von Eddie Harris schwingt na­ türlich auch mit, aber mir gefiel der Name vor allem inhaltlich. Es sollte ja ums Hören gehen. Auch wenn sich die Abende meis­ tens in Richtung elektronische Musik ent­ wickeln, wir sind da gar nicht festgelegt. Was ist der Unterschied zu anderen Ver- anstaltungen im Tal? Stefan Klute: In erster Linie die Atmosphäre im Weinladen, das spielt schon eine große Rolle. Hör hin! Wer eine der regelmäßigen Veranstaltungen mit dem bezeichnen- den Namen Listen Here! im Weinladen est est est besucht, bekommt vor allem eines: auf die Ohren. Die drei Macher Stefan Klute, Rob Fährmann und Daniel Schmitt erzählen von den Anfängen und ihrer Leidenschaft für Musik und Wein. laut war. Dann heißt es meistens: „Bei der schönen Musik ist doch alles gut.“ Wir ha­ ben also von privater wie auch von öffent­ licher Seite großes Glück, was das angeht. Wie sieht es mit der Finanzierung aus? Stefan Klute: Uns ist nur wichtig, dass das, was die Gäste trinken, auch bezahlt wird. Wir nehmen keinen Eintritt, sondern las­ sen einen Hut rumgehen, da kann jeder reintun, was er für angemessen hält. Rob Fährmann: Das Ganze funktioniert zu hundert Prozent auf Vertrauensbasis. Daniel Schmitt: Listen Here! ist eine musi­ kalische Weinprobe im kleinen Rahmen, zu der aber jeder kommen kann. Dadurch, dass wir keinen Eintritt nehmen, kann man auch viel freier auflegen. Ganz ohne Druck. Da­ durch entsteht eine ganz besondere Atmo­ sphäre. Ihr ladet auch gelegentlich Gast-DJs ein. Was waren die absoluten Highlights? Daniel Schmitt: Schwer zu sagen. Der Soul Rabbi. Und Michael Rütten – seine Radio­ show (Anm. d. Red.: Soulsearching) ist für uns alle eine große Inspiration. Sein Sound passtperfektindenWeinladen.RainerTrüby im letzten Jahr war auch ein Highlight, al­ lerdings waren wir da nicht im Laden, son­ dern beim Sommerloch (Anm. d. Red.: Ver­ anstaltungsreihe, 2014 in den Elba Hallen). Stefan Klute: Es waren schon einige da. Auch viele DJs hier aus der Gegend. Und was ist für 2015 geplant? Stefan Klute: Wir planen für den Sommer ein besonderes Event außerhalb Wuppertals. Und zwar bei einem Winzer im Rheingau. WirhabenunsbeiderIdeevonRainerTrübys „Beats und Oechsle“­Event in Freiburg ins­ pirieren lassen. Da kommen die Winzer zur Musik, bei uns wird es genau andersrum sein. Vielen Dank für das Gespräch. Intime Atmosphäre und gute Tropfen: Bei Listen Here! wird genau hingehört, wenn sich die Platten- teller drehen Rob Fährmann: Auf jeden Fall. Auch Leute, dievonaußerhalbkommen,sindimmertotal begeistert. Daniel Schmitt: Ich würde sagen, die musi­ kalische Offenheit unterscheidet uns von anderen. Das gibt es in der Form in Wup­ pertal einfach nicht. Es gibt schon eine ge­ wisse Richtung, aber wir machen jetzt keine elektronische House­Veranstaltung. Oder nur Soul. Oder nur Funk. Oder Jazz. Die sti­ listische Vielfalt ist wichtig. Das kann auch schon mal ein Bob­Dylan­Stück sein … Rob Fährmann: … oder Fleetwood Mac. Daniel Schmitt (lacht): Damit kriegt man die Mädels mit auf die Tanzfläche. Aber im Ernst, eigentlich geht es uns gar nicht dar­ um, eine Tanzveranstaltung zu machen. Der Grundgedanke ist wirklich, das Musi­ kerlebnis in den Vordergrund zu rücken. Stefan Klute: Ursprünglich war gedacht, dass man um sieben Uhr anfängt und die Leute so um elf Uhr mit guter Stimmung ins Tal entlässt. Aber dann kamen die meis­ ten immer erst um neun oder zehn und blieben natürlich bis zwei oder drei Uhr. Der Weinladen ist ja mitten im Wohnge- biet. Gibt es keine Probleme wegen der Lautstärke? Stefan Klute: Es gibt tatsächlich keine gro­ ßen Probleme. Da kann man eigentlich nur sagen, vielen Dank an unsere großartigen Nachbarn, die so viel Verständnis haben. Ich frage schon mal nach, ob es nicht zu Im Gespräch Listen Here! | von Marc Freudenhammer 01.2015 24 01.201524

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