Birgitt Haak stellt ihre Traumbilder aus

Foto: Anna Schwartz

Wuppertal. „Wenn wir träumen, ziehen viele Bilder und Eindrücke aus unserem Unterbewusstsein an uns vorbei“ sagt die Velberter Künstlerin Birgitt Haak. Aus „Traumbildern“ – so der Titel der Ausstellung – hat sie mithilfe von leuchtenden Acryl-Farben in den letzten Monaten Bilder geschaffen, die die Künstlerin nun in einer Vernissage in der Schwarzbach-Galerie am Sonntag dem Publikum vorstellte.

Offensichtlich sind der vielseitigen Künstlerin viele bunte Sequenzen im Traum erschienen, strahlen die vielfarbig mit Geschick und Liebe zum Detail gemalten Werke doch Optimismus und Lebensfreude aus, die sich auch auf den Betrachter übertragen. Spiegel-Elemente, eingefügt in den dem Jugend-Stil nachempfundenen Dreier-Zyklus „Gestern-Heute-Morgen“, versetzen den Besucher in verschiedene Epochen und verraten gleichzeitig einiges vom akribischen Fleiß Birgitt Haaks, bei der auch edle Frauenköpfe Bestandteile einiger ihrer „Traumbilder“ sind. Wie auch die Skulptur „Traumfrau“, ein mit viel Fantasie bemalter weiblicher Torso, der an das Studium des Aktzeichnens der Künstlerin zu Beginn ihrer Karriere erinnert.

Gemälde, Miniaturen und Skulpturen in rund 40 Exponaten, gefertigt in einem Vierteljahrhundert, geben in den Räumen der Schwarzbach-Galerie ein Zeugnis der verschiedenen Schaffensperioden von Birgitt Haak, die mit Vorliebe das Material „Power-Tex“ verwendet. Mit dessen Hilfe entstanden die gewaltige „Wüstenblume“ und die „Wellen des Lebens, die wirken, als seien sie aus Metall gefertigt. „Stoff, aber wetterfest und auch im Freien auszustellen“, verrät die Künstlerin, die sich zu ihrer Freude am Experimentieren bekennt. Fröhliche Kompositionen aus Acryl und geschmolzenem Plexiglas prangen an einer weiteren Wand, unweit von verschiedenen gegenständlichen Variationen zum Thema „Flamenco“, wo kräftiges Rot und tiefes Schwarz die vorherrschenden Farben der Tänzerinnen sind.

Dem „Zentangle“, einer Methode mit strukturierten Mustern Bilder zu zeichnen und diese mit Materialien wie Nadeln und Stiften anzureichern, hat Haak zwei weitere Wände gewidmet, in denen die kleinen Kunstwerke in Objektrahmen hängen, während ein paar Schritte weiter Suchbilder in verschiedenen geometrischen Formen die Fantasie der Betrachter anregen sollen.

Die Ausstellung ist bis zum 10. April montags, mittwochs und freitags von 15 bis 18 Uhr in Anwesenheit von Birgitt Haak in der Schwarzbach-Galerie, Schwarzbach 174 zu besichtigen.

Foto: Anna Schwartz